Am Einlass entscheidet sich, ob dein Gepäck durchkommt. Was aussortiert wird, musst du entweder wegwerfen
oder zum Auto zurückbringen – und das sind auf großen Festivals schnell zwei Kilometer Fußweg.
Die folgende Übersicht zeigt, was praktisch überall verboten ist, was meist erlaubt
bleibt und was du stattdessen mitnehmen kannst. Stand: Juli 2026.
Wichtig: Es gibt keine bundesweit einheitliche Regel. Jedes Festival hat eine eigene
Hausordnung, und die schlägt jede Liste im Internet – auch diese. Sieh vor der Abfahrt einmal unter
„FAQ“ oder „Infos“ auf der offiziellen Festivalseite nach. Diese Seite hilft dir dabei, die richtigen
Fragen zu stellen.
Fast überall verboten
Typische Verbote auf deutschen Festivals – wische seitwärts für alle Spalten.
Gegenstand
Grund
Ausnahmen
Glasflaschen und Gläser
Scherbenrisiko auf dem gesamten Gelände
keine – überall verboten
Waffen, Messer, Pyrotechnik
Sicherheit; wird am Einlass einbehalten
keine
Regenschirme
Verletzungsgefahr und Sichtbehinderung im Gedränge
selten auf dem Campingplatz geduldet
Profikameras mit Wechselobjektiv
Bildrechte der Künstler
mit akkreditiertem Fotopass
Drohnen
Luftraum über Menschenmengen
keine
Tiere
Lärm, Hitze und Stress – auch für das Tier
Assistenzhunde nach Absprache
Sonnenschirme, Möbel, Paletten
Brandlast und Fluchtwege auf dem Campingplatz
je nach Festival unterschiedlich
Offenes Feuer, Grills, Einweggrills
Brandgefahr auf trockener Wiese
Gaskocher werden oft erlaubt
Generatoren (Benzin)
Abgase, Lärm, Brandgefahr
Akku-Powerstations meist erlaubt
Getränke auf dem Konzertgelände
Gastronomie des Veranstalters
leere Kunststoffflaschen fast immer erlaubt
Meist erlaubt
Was normalerweise problemlos durch die Kontrolle geht.
Gegenstand
Einschränkung
Leere Trinkflasche aus Kunststoff
oft bis 0,5–1 l, teils ohne Deckel
Powerbank
sehr selten in der Größe begrenzt
Regenponcho oder Regenjacke
der akzeptierte Ersatz für den Regenschirm
Sonnencreme, Desinfektion, Feuchttücher
große Sprühdosen können beanstandet werden
Medikamente
mit Beipackzettel oder Attest mitführen
Gehörschutz
ausdrücklich erwünscht, teils sogar am Stand erhältlich
Handy und Kompaktkamera
Einwegkameras sind eine gute Alternative
Kleine Snacks
auf dem Konzertgelände oft eingeschränkt, auf dem Camping erlaubt
Faltbare Sitzunterlage
Campingstühle vor der Bühne sind dagegen tabu
Die Fälle, bei denen es regelmäßig Streit gibt
Glas – die einzige Regel ohne Ausnahme
Glasflaschen sind auf jedem Festival verboten, auch auf dem Campingplatz. Scherben in einer Wiese, auf
der zehntausend Menschen barfuß und betrunken unterwegs sind, sind ein echtes Problem.
Füll alles zuhause in Kunststoffflaschen um, dann gibt es am Tor keine Diskussion.
Das gilt auch für Marmelade, Senf und Sonnenöl.
Alkohol: Campingplatz ja, Gelände nein
Auf den Campingplatz darfst du meist eine begrenzte Menge Alkohol mitbringen, solange kein Glas dabei
ist – manche Festivals begrenzen die Menge pro Person, andere gar nicht. Auf das Konzertgelände selbst
kommt praktisch nirgends etwas durch: Dort verdient der Veranstalter an der Gastronomie, und das ist
Teil der Kalkulation deines Ticketpreises.
Gaskocher und Grills
Hier gehen die Regeln am weitesten auseinander. Offenes Feuer und Einweggrills sind auf trockener Wiese
fast überall verboten. Kleine Gaskocher werden auf vielen Festivals ausdrücklich erlaubt, auf anderen
ausdrücklich nicht. Das ist die eine Regel, die du wirklich vorher nachlesen solltest –
sonst steht ihr mit Nudeln, aber ohne Kochmöglichkeit da. Plane sicherheitshalber ein bis zwei
Mahlzeiten ein, die ohne Kochen funktionieren.
Regenschirm: warum das Verbot Sinn ergibt
Ein Schirm im Gedränge ist auf Augenhöhe eine Verletzungsgefahr und nimmt allen dahinter die Sicht.
Deshalb ist er auf fast allen Geländen untersagt. Der Ersatz ist ein Regenponcho – der schützt zusätzlich
deinen Rucksack, lässt beide Hände frei und passt zusammengefaltet in jede Bauchtasche.
Kameras und Drohnen
Handys und Kompaktkameras sind erlaubt, Kameras mit Wechselobjektiv fast nie – der Grund sind die
Bildrechte der Künstler. Wenn du analoge Erinnerungen willst, nimm eine Einwegkamera mit. Drohnen sind
auf allen größeren Festivals verboten, hier greift zusätzlich das Luftverkehrsrecht.
Medikamente am Einlass
Nimm verschreibungspflichtige Medikamente in der Originalverpackung mit Beipackzettel mit. Bei größeren
Mengen oder Spritzen (etwa bei Diabetes) hilft ein formloses Attest deiner Ärztin oder deines Arztes –
das ersparte schon vielen eine unangenehme Diskussion an der Kontrolle.
Die zwei besten Alternativen zu verbotenen Klassikern
Statt Regenschirm ein Poncho, und statt „ich halte das schon aus“ ein ordentlicher Gehörschutz – die
zwei Anschaffungen, die am zuverlässigsten ein Wochenende retten.
🌧️
Besser als jede Regenjacke im Pit
Sea to Summit Regenponcho (wiederverwendbar)
★★★★☆4.3 von 5 Sternen4.3
Typ
Poncho
Wetterschutz
Regen (wasserdicht)
Packmaß
sehr klein
Wiederverwendbar
ja
Preis
ca. 15–45 €
Für wen: Ein Poncho deckt dich und deinen Rucksack ab, lässt Luft durch und ist in fünf Sekunden übergezogen. Deshalb sieht man auf Festivals mehr Ponchos als Jacken.
Stärken
Deckt Rucksack und Bauchtasche mit ab
Staut sich winzig, hat immer in der Tasche Platz
Wiederverwendbar statt Einweg-Plastik für 2 € (das reißt am ersten Abend)
Preis & Verfügbarkeit werden bei Amazon aktualisiert.
🎧
Beste Gesamtwertung
Loop Experience 2
★★★★⯨4.6 von 5 Sternen4.6
Typ
Filter-Ohrstöpsel
Dämpfung
ca. 17 dB
Wiederverwendbar
ja
Klangqualität
sehr gut
Preis
ca. 30–40 €
Für wen: Jeden, der vorhat, mit funktionierenden Ohren nach Hause zu fahren. Vor der Bühne sind 100+ dB normal – dauerhafter Hörschaden beginnt deutlich darunter.
Stärken
Dämpft gleichmäßig über alle Frequenzen: Musik klingt leiser, nicht dumpf
Sitzt auch beim Springen fest, mehrere Ohrpassstücke dabei
Wiederverwendbar mit Transportdose am Schlüsselbund
Schwächen
Dämpfung reicht nicht fürs direkte Stehen an der PA-Box – dafür Over-Ear
Deutlich teurer als Schaumstoffstöpsel
Die kleinen Dinger verliert man leicht, wenn man sie lose in die Tasche wirft
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So läuft die Einlasskontrolle ab
Taschen werden geöffnet und durchsucht, Personen abgetastet, oft getrennt nach Geschlecht. Verbotene
Gegenstände werden einbehalten oder du bringst sie zurück zum Auto. Drei Dinge machen es schneller:
Durchsichtige Beutel für Kleinkram – der Kontrolleur sieht sofort, was drin ist.
Nichts Verbotenes einpacken, statt es zu verstecken. Wird es gefunden, kostet es dich nur Zeit.
Ticket und Ausweis griffbereit in der Bauchtasche, nicht ganz unten im Rucksack.
Und rechne beim ersten Einlass mit Wartezeit: An Anreisetagen sind ein bis zwei Stunden Schlange
normal. Nimm Wasser und einen Snack mit – genau die zwei Dinge, die im Auto bleiben, wenn man nicht
daran denkt.
Häufige Fragen zu Verboten und Einlass
Darf ich Alkohol mit aufs Festival nehmen?
Auf den Campingplatz meist ja, in begrenzter Menge und nicht in Glas – auf das Konzertgelände selbst praktisch nie. Umfüllen in Kunststoffflaschen oder Tetrapaks ist die übliche Lösung. Manche Festivals begrenzen zusätzlich die Menge pro Person beim Einlass.
Warum sind Regenschirme auf Festivals verboten?
Weil sie im Gedränge zur Verletzungsgefahr werden und anderen die Sicht nehmen. Regenponcho oder Regenjacke sind der akzeptierte Ersatz – und im Pit ohnehin praktischer.
Darf ich meine Kamera mitnehmen?
Kompaktkameras und Handys sind fast immer erlaubt, professionelle Kameras mit Wechselobjektiv fast nie ohne Fotopass. Einwegkameras funktionieren als unkomplizierte Alternative. Drohnen sind auf allen größeren Festivals verboten.
Was passiert bei der Einlasskontrolle?
Taschen werden durchsucht, Personen abgetastet. Verbotene Gegenstände werden einbehalten oder du musst sie zurück zum Auto bringen – das kostet bei langen Wegen leicht eine Stunde. Pack deshalb schon zuhause so, dass am Einlass nichts aussortiert werden muss.
Fazit
Kein Glas, kein Schirm, keine Profikamera, kein offenes Feuer – damit hast du 90 % der Verbote
abgedeckt. Den Rest klärt ein Blick in die Hausordnung deines Festivals, besonders beim Thema
Gaskocher. Wenn du danach packst, kommt am Einlass alles durch.