Die Grundausstattung ist für alle gleich: Zelt, Isomatte, Powerbank, Gehörschutz, Regenponcho. Es gibt
aber eine Handvoll Punkte, die auf allgemeinen Packlisten regelmäßig fehlen – und genau die sind
unterwegs schwer bis gar nicht zu ersetzen. Diese Seite ergänzt die
Hauptliste, sie ersetzt sie nicht. Stand: Juli 2026.
Tipp: Im Packlisten-Generator auf der Startseite kannst du die
Option „Zusätzliche Punkte für Frauen“ aktivieren – dann stehen alle Punkte von dieser Seite direkt in
deiner persönlichen Liste zum Abhaken.
Transparenz: Links zu Amazon sind Affiliate-Links. Kaufst du darüber, erhalten wir eine
kleine Provision – der Preis bleibt für dich gleich. Als Amazon-Partner verdienen wir an qualifizierten
Verkäufen.
Die Zusatzliste
Haargummis & Bürste
Tampons / Binden / MenstruationstasseMehr mitnehmen als gedacht – auf dem Gelände kostet die Packung das Dreifache.
Urinierhilfe zum StehenEinmal zuhause üben, dann spart sie auf dem Gelände echte Zeit.
Abschminktücher
Kleiner Taschenspiegel
Die vier Themen, um die es wirklich geht
1. Periode: mehr einpacken, als der Kalender sagt
Reisen, Schlafmangel, Alkohol und Stress verschieben den Zyklus – dass die Periode „rechnerisch nicht
dran ist“, ist auf einem Festival kein Argument. Nimm mehr mit, als du brauchst, und pack einen Vorrat
in die Bauchtasche, nicht nur ins Zelt. Auf dem Gelände kostet eine Packung leicht das Dreifache, wenn
es sie überhaupt gibt. Menstruationstasse oder Periodenunterwäsche sind auf Festivals
praktisch, weil sie seltener gewechselt werden müssen – aber nur, wenn du sie schon kennst. Ein
Festival ist kein guter Ort für den ersten Versuch. Dazu: dunkle Unterwäsche, Zip-Beutel für
Gebrauchtes und Feuchttücher.
2. Dixi-Realität
Die Toiletten sind ab Samstagmittag in einem Zustand, den keine Beschreibung trifft. Was hilft: eigene
Rolle Toilettenpapier (immer eine im Camp, ein Rest in der Tasche), Handdesinfektion, Feuchttücher – und
für viele eine Urinierhilfe zum Stehen. Die klingt schräg, wird auf jedem Festival
benutzt und funktioniert zuverlässig, wenn du sie einmal zuhause unter der Dusche ausprobiert hast.
Wiederverwendbare Silikonmodelle lassen sich falten und ausspülen.
3. Haare und Haut ohne Dusche
Duschen kosten Zeit und oft Geld, die Schlangen sind lang. Trockenshampoo überbrückt zwei bis drei Tage
problemlos; Zöpfe oder ein Bandana sind die zweite Hälfte der Lösung. Für die Haut gilt: eher weniger
Make-up, dafür konsequent Sonnenschutz mit LSF 50 und Abschminktücher für abends.
Zwölf Stunden Sonne ohne Schatten sind der häufigste Grund, warum jemand den zweiten Tag im Zelt
verbringt.
4. Sicherheit und Wertsachen
Ein Zelt lässt sich nicht abschließen – Handy, Ausweis, Karte und Bargeld gehören in eine
Bauchtasche am Körper oder einen Brustbeutel unter dem Shirt. Informier dich vorab,
wo das Awareness-Team zu finden ist; die meisten größeren Festivals haben inzwischen
eines, teils zusätzlich Ruhe- oder Frauen-Camps. Macht in der Gruppe einen festen Treffpunkt und eine
Uhrzeit aus für den Fall, dass Handys leer sind – das ist der Plan, der auf dem Gelände tatsächlich
funktioniert. Und speichert die Nummer des Sicherheitsdienstes eures Festivals im Handy, bevor ihr
losfahrt.
Vier Dinge, die den Unterschied machen
🚻
Dixi-Vermeidung
Pibella / Urinella Urinierhilfe zum Stehen (wiederverwendbar)
★★★★☆4.0 von 5 Sternen4.0
Typ
Urinierhilfe
Wasser nötig
zum Spülen
Packmaß
sehr klein
Reichweite
wiederverwendbar
Preis
ca. 8–20 €
Für wen: Frauen, die den Kontakt mit Dixi-Brillen minimieren wollen. Klingt schräg, wird auf jedem Festival benutzt – und funktioniert, wenn man es einmal zuhause übt.
Stärken
Kein Hinsetzen nötig, deutlich hygienischer
Wiederverwendbare Silikonmodelle sind faltbar und spülbar
Spart in der Schlange echte Zeit
Schwächen
Ohne Übung geht garantiert etwas daneben – vorher testen
Reinigung unterwegs ist umständlich (Zip-Beutel einplanen)
Preis & Verfügbarkeit werden bei Amazon aktualisiert.
👝
Beste Gesamtwertung
WATERFLY Bauchtasche mit RFID-Schutz
★★★★☆4.4 von 5 Sternen4.4
Typ
Bauchtasche
Volumen
ca. 2–3 l
Fächer
3–5
Wetterschutz
spritzwasserfest
Preis
ca. 18–30 €
Für wen: Die wichtigste Anschaffung überhaupt: Handy, Geld und Ausweis gehören an den Körper – nicht ins Zelt und nicht in die Hosentasche im Gedränge.
Stärken
Mehrere getrennte Fächer, Reißverschlüsse laufen sauber
Breiter, verstellbarer Gurt – drückt auch nach zwölf Stunden nicht
Groß genug für Powerbank plus Regenponcho
Schwächen
Nicht wirklich wasserdicht, nur spritzwassergeschützt – bei Dauerregen Zip-Beutel nutzen
Preis & Verfügbarkeit werden bei Amazon aktualisiert.
Kleidung: bequem schlägt Instagram
Ein Outfit zum Auffallen darf mit – aber die anderen zweieinhalb Tage entscheidest du dich für
Bequemlichkeit. Konkret heißt das: eingelaufene Schuhe (keine neuen), etwas
Langärmliges für nachts, eine lange Hose gegen Mücken und kühle Abende, und Kleidung, bei der es dir
egal ist, wenn Bier oder Schlamm drauf landen. Glitzer, Fransen und Ketten sind Deko – Regenponcho und
Hoodie sind die Kleidungsstücke, die du am häufigsten anhaben wirst.
Häufige Fragen
Was brauchen Frauen zusätzlich auf der Festival-Packliste?
Menstruationsartikel in größerer Menge als geplant (auch wenn die Periode rechnerisch nicht fällt – Stress und Reisen verschieben den Zyklus), Trockenshampoo, Haargummis, Abschminktücher, einen kleinen Spiegel und optional eine Urinierhilfe zum Stehen. Alles andere unterscheidet sich nicht von der allgemeinen Liste.
Wie wasche ich mir auf dem Festival die Haare?
Meist gar nicht – die Duschen haben lange Schlangen und kosten Geld. Trockenshampoo überbrückt zwei bis drei Tage problemlos. Alternativen: Haare zu Zöpfen oder unter ein Bandana, dazu einmal am Tag Katzenwäsche mit Feuchttüchern.
Funktioniert eine Urinierhilfe wirklich?
Ja, aber nur mit Übung. Probier sie einmal zuhause unter der Dusche aus, bevor du dich vor einem Dixi darauf verlässt. Wiederverwendbare Silikonmodelle lassen sich falten, ausspülen und in einem Zip-Beutel verstauen.
Wie sicher fühle ich mich als Frau auf dem Campingplatz?
Die meisten Festivals haben inzwischen Awareness-Teams und teils separate Ruhe- oder Frauen-Camps – informier dich vorab, wo diese Anlaufstellen sind, und speichere die Nummer des Sicherheitsdienstes. Praktisch bewährt: im Camp nie allein bleiben, Wertsachen am Körper tragen und mit der Gruppe einen festen Treffpunkt für den Fall ausmachen, dass das Handy leer ist.
Fazit
Der Unterschied zur allgemeinen Packliste ist überschaubar, aber wichtig: Periodenprodukte großzügig,
Trockenshampoo statt Duschschlange, Urinierhilfe wenn du magst, Wertsachen am Körper und vorher wissen,
wo die Awareness-Anlaufstelle ist. Alles andere findest du in der
Hauptliste zum Abhaken oder
zum Ausdrucken.